Das inklusive missionsverständnis der Heilsarmee Gundeli

1. Um in einem städtischen Kontext missionarisch tätig zu sein, müssen wir uns mit dem Wesen des Städtischen auseinandersetzen. Eine Stadt ist relativ gross. 

  • Man kennt die meisten Menschen nicht persönlich und nimmt sie - wenn überhaupt - nur ausschnitthaft und in bestimmten Funktionen wahr.
  • Christen und ihre Angebote haben eine mangelnde Sichtbarkeit. Wir werden für die Menschen nur dadurch interessant, dass wir uns aufrichtig für sie interessieren. 

2. Eine Stadt ist eine dichte Siedlung. 

  • Um sich gegen die Reizüberflutung des städtischen Kontextes zu schützen, entwickelt der Städter drei Haltungen: Er begegnet Menschen sachlich und zweckbestimmt (Intellektualismus), er nimmt Reize nur noch wahr, ohne auf sie zu reagieren (Blasiertheit), und er zieht sich innerlich zurück (Reserviertheit). 
  • Deshalb bleiben Christen und ihre Angebote den Menschen oft gleichgültig, selbst wenn sie zur Kenntnis genommen werden.
  • Damit wir selbst durch die genannten Bewältigungsstrategien nicht göttliche Gelegenheiten verpassen, ist es wichtig, eine Haltung der Verfügbarkeit für den Geist Gottes einzuüben. 

3. Der städtische Kontext besteht aus sozial heterogenen Individuen. 

  • Durch soziale Dynamiken entsteht oft eher ein Nebeneinander oder Gegeneinander als ein Miteinander der verschiedenen Gruppen: Menschen bleiben am liebsten unter ihresgleichen (soziale Homophilie), sie beurteilen andere aus Sicht der eigenen sozialen Gruppe (Ethnozentrismus), sie empfinden Überlegenheit, haben Vorurteile oder zeigen sogar offene Feindseligkeit. 
  • Einheit, die dem inklusiven Anspruch des Evangeliums entspricht, ist in einer heterogenen Stadt kein menschliches Programm, sondern Werk Gottes, der in unserem städtischen Kontext beginnt, was in seiner Stadt einst vollendet wird.

Mission in community

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