VERHALTENSKODEX für Migrationsbegleitende

 

Präambel

Die Migrationsbegleitenden (MB) sind grundlegend der angeborenen Würde des Menschen verpflichtet, die besagt, dass die Grundfreiheiten und Rechte allen Mitgliedern der Gemeinschaft der Menschen zustehen.1  Dazu gehört insbesondere die Wahrung der Religionsfreiheit. Ihr Handeln ist durch Nächstenliebe motiviert. Das Engagement der MB zeichnet sich zudem durch Verantwortungsbewusstsein, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit aus.

 

Prinzipien 

Keine Diskriminierung: Die Arbeit der MB orientiert sich ausschliesslich an den Bedürfnissen der Migranten. MB lehnen jede Form der Diskriminierung ab, welche die ethnische, nationale oder soziale Herkunft, das Geschlecht oder die Religion betreffen. 

 

Respekt: Die MB arbeiten so, dass Menschen anderen Glaubens und anderer Kultur respektiert werden. Sie zeigen ein vorbildliches Verhalten gegenüber jeder Person. Allerdings sind die MB nicht an die Kultur und den Glauben der begleiteten Personen gebunden, insbesondere wenn die Ideen und das Verhalten gegen die Grundsätze der Menschenrechte verstossen. 

 

Keine religiösen Pflichten: Die MB geniessen und achten die Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit. Sie arbeiten in einer Weise, die keine religiösen Pflichten von den Begünstigten voraussetzt. Die MB schliessen jegliche Form von Zwang und Manipulation aus. 

 

Kein Machtmissbrauch: Die MB arbeiten mit den Migranten auf Augenhöhe und vermeiden jede Form von Machtmissbrauch im religiösen Bereich, insbesondere berücksichtigen sie die Verwundbarkeit von Begünstigten.2  Besondere Wachsamkeit ist geboten, wenn die Begünstigten Kinder sind. Das Recht der Eltern, für die religiöse Erziehung ihrer Kinder zu sorgen, muss respektiert werden. 

 

Glaubens- und Gewissensfreiheit: Vorbehältlich der oben genannten Punkte sind die MB frei im Einklang mit ihrer Religionsfreiheit über ihren Glauben zu sprechen. Sie begegnen den Migranten mit Sensibilität und Respekt. 

 

 

Basierend auf dem „Verhaltenskodex für MigrationsbegleiterInnen“ der Schweizerischen Evangelischen Allianz 
(Stand: 18. September 2014)

 

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1 Vgl. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

2 "Vulnerability of the beneficiaries"

 

Deklaration der Wertschätzung

Der Freizeittreff «Salam» wird von Menschen aus unterschiedlichen Völkern, Nationen und Religionen besucht. Wir sind uns bewusst, dass es dort, wo verschiedene Völker und Religionen aufeinandertreffen, Streit, Vorurteile, Missachtung und sogar Unterdrückung vorkommen. Der „Salam-Freizeittreff“ ist ein Treffpunkt, wo wir einen Umgang der Wertschätzung (frei von Geringschätzung, Vorurteilen, Streit oder Hass) mit Menschen aus anderen Völkern, Nationen und Religionen sich begegnen. Der „Salam-Freizeittreff“ ist ein Ort des Friedens, an dem sich Menschen als Geschöpfe Gottes treffen. Sie bringen sich Würde und Wertschätzung (entsprechend der Grundsätze des christlichen Glaubens und der Heilsarmee) ohne Diskriminierung entgegen. 

 

Konkret heisst das: Wir grüssen einander freundlich, wir lassen uns auf andere ein (auch bei Menschen von anderen Kulturen), wir wehren uns gegen Vorurteile und Pauschalisierungen (z.B. „Die Araber sind so und so!“), wir helfen einander, wir nehmen Rücksicht beim Spielen, wir sprechen keine Beleidigungen aus und wir akzeptieren keine Herabwürdigungen (Worte und Gesten) gegenüber anderen Menschen. 

Kritik gegenüber Systemen (und nicht Menschen) dürfen geäussert werden, solange der Respekt, die Sensibilität und die Rücksicht gegenüber den anderen Gesprächspartnern gewahrt bleibt.

 

 

Aktuelles

Freizeittreff "Salam"

Brunch-Gottesdienst

Insiderkurs auf Spanisch

Powerkidsparty

Babysong

Tätigkeitsbericht 2016

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